Veranstaltung: | Landesparteitag S-H Dezember 2024 |
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Tagesordnungspunkt: | 4.4 Listenplatz 5 |
Antragsteller*in: | Mayra Vriesema (KV Nordfriesland) |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 28.11.2024, 19:44 |
B3: Mayra Vriesema
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
2017 bin ich bei Bündnis 90/Die Grünen eingetreten, weil sie die einzige Partei war, die sich konsequent für menschenwürdige Geflüchtetenpolitik eingesetzt hat. Seit dem sind die Vision einer gleichberechtigten Welt, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit meine zentralen Leitmotive geblieben. Die Frage, wie wir eine gerechtere, solidarische und nachhaltige Gesellschaft gestalten können, treibt mich an – und sie ist aktueller denn je.
Die vergangenen Monate waren herausfordernd. Gesellschaftliche Spannungen nehmen zu: das schädliche Vermischen von Migrations- und Sicherheitspolitik, die Brüche in der Ampel-Koalition, globale Krisen wie die Kriege in Gaza und der Ukraine oder die Klimakatastrophe in Spanien. Diese Ereignisse zeigen uns allen: Es ist nicht die Zeit für politischen Stillstand. Wir Grünen sind die einzige politische Kraft in Deutschland, die sich entschieden für eine offene und gerechte Gesellschaft einsetzt – und diese Haltung möchte ich in den Bundestag tragen.
Auch innerhalb der GRÜNEN JUGEND war die jüngste Zeit nicht leicht. Der Austritt einiger Mitglieder hat uns gefordert, aber auch unsere Entschlossenheit gestärkt. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass wir an einem Strang ziehen und bereit sind, Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden. Als Votenträgerin der GRÜNEN JUGEND Schleswig-Holstein möchte ich die entstandenen Gräben überwinden und die Verbindung zwischen Jugendverband und und uns als Partei stärken. Unsere gemeinsame Vision – der Einsatz für Klimagerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und eine echte gesellschaftliche Transformation – ist unsere größte Stärke, und ich möchte dazu beitragen, diese Überzeugung nach außen sichtbar zu machen.
Wohnraum ist Menschenrecht – für eine gerechte Miet- und Wohnungspolitik
Während der Schwarz/Grünen Koalitionsverhandlungen im Jahr 2022 durfte ich die Untergruppe Bauen und Wohnen für uns Grüne leiten. Seit dem brenne ich für das Thema der Mieten- und Wohnungspolitik. Denn mir wurde bewusst, wie viel Potenzial in diesem Bereich liegt, vor allem um bei der sozialen Gerechtigkeit in unserem Land voranzukommen. Wohnraum ist ein Grundbedürfnis – und dennoch bleibt er für viele unbezahlbar. Die steigenden Mieten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum sind keine privaten Probleme, sondern eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit.
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lebt zur Miete, und genau hier müssen wir ansetzen. Ich möchte mich für einen bundesweiten Mietendeckel einsetzen, der Mieten bezahlbar macht und Spekulationen mit Wohnraum unterbindet. Große Immobilienkonzerne, die Rekordgewinne auf Kosten der Mieter*innen erzielen, müssen in die Schranken gewiesen werden. Darüber hinaus brauchen wir massive Investitionen in sozialen Wohnungsbau: mindestens 250.000 neue Sozialwohnungen jährlich, die dauerhaft in der Sozialbindung bleiben. Spekulationen mit Wohnraum dürfen nicht länger toleriert werden. Immobilienfonds, die Wohnungen an der Börse handeln, müssen gestoppt werden, und Konzerne, die Mieten in die Höhe treiben oder Sanierungen verweigern, gehören in öffentliches Eigentum überführt.
Doch Wohnungspolitik ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Sie ist auch ein zentraler Hebel für Klimaschutz. Nachhaltige Neubauten, energetische Sanierungen und der Schutz von öffentlichem Raum sind essenziell, um CO₂-Emissionen zu reduzieren. Wohnraumpolitik kann und muss ein Schlüssel zur Klimagerechtigkeit sein.
Für eine mutige Umverteilungspolitik
Die soziale Ungleichheit in Deutschland wächst weiter – und rechte Kräfte wie die AfD profitieren von der finanziellen Verzweiflung vieler Menschen. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Es braucht eine mutige Umverteilungspolitik, die die Kluft zwischen Arm und Reich entschlossen angeht. Ich setze mich für die Einführung einer Vermögenssteuer ein, damit die reichsten 10 Prozent endlich ihren gerechten Beitrag leisten. Gleichzeitig müssen große Erbschaften konsequent besteuert werden, um endlose Vermögensanhäufungen und die Zementierung sozialer Ungleichheit zu verhindern. Darüber hinaus gehört die Schuldenbremse abgeschafft. Sie blockiert dringend notwendige Investitionen in Bildung, soziale Infrastruktur, Klimaschutz und Wohnraum. Ohne diese Investitionen wird es uns nicht gelingen, die ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Echte Generationsgerechtigkeit bedeutet, jetzt zu handeln. Es ist nicht gerecht, die Kosten für Klimaschutz, sozialen Wohnungsbau oder die Transformation unseres Wirtschaftssystems auf kommende Generationen zu verschieben. Investieren wir heute nicht ausreichend, werden die Schäden in Zukunft umso größer und kostspieliger sein. Es ist an der Zeit, die Schuldenbremse zu überwinden und Verantwortung zu übernehmen – für eine lebenswerte Zukunft.
Steuergerechtigkeit schaffen wir auch, indem wir bei der Spekulation mit Wohnraum konsequenter werden. Es ist mir ein persönliches Anliegen, Spekulationen mit Wohnraum zu begrenzen, indem steuerliche Privilegien für Gewinne aus Immobilienverkäufen abgeschafft werden. Dies würde nicht nur zur Stabilisierung der Immobilienpreise beitragen, sondern auch zusätzliche Mittel für gemeinwohlorientierte Projekte generieren. Darüber hinaus halte ich es für essenziell, die Gewerbesteuerfreiheit für vermögensverwaltende Immobiliengesellschaften zu beenden. Eine gerechte Besteuerung in diesem Bereich stärkt die kommunalen Finanzen und schafft Gleichheit zwischen verschiedenen Wirtschaftszweigen. Auch die Umgehung der Grunderwerbsteuer durch sogenannte „Share Deals“ sollte konsequent verhindert werden. Ein Modell, das eine anteilige Besteuerung solcher Unternehmensübernahmen ermöglicht, wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Westküste stärken – für eine Politik, die alle Regionen mitnimmt
Ich komme aus Nordfriesland, einer Region, die oft nur als idyllisches Urlaubsziel wahrgenommen wird. Doch wie viele ländliche Räume kämpft auch die Westküste mit großen Herausforderungen: fehlender Nahverkehr, Mangel an bezahlbarem Wohnraum und Perspektiven für junge Menschen. Viele haben das Gefühl, ihre Heimat verlassen zu müssen, um berufliche oder private Chancen zu finden. Das muss sich ändern.
Wir Grünen müssen die Bedürfnisse ländlicher Regionen stärker in den Fokus rücken. Der ländliche Raum ist entscheidend, wenn es um Energie-, Landwirtschafts- und Naturschutzpolitik geht. Gleichzeitig brauchen wir eine soziale Infrastruktur, die den Menschen vor Ort Perspektiven bietet – ob durch besseren Nahverkehr, mehr bezahlbaren Wohnraum oder Freizeitangebote für junge Menschen. Diese Herausforderungen möchte ich im Bundestag angehen und damit auch die Westküste stärken.
Die aktuellen Krisen – ob sozial oder ökologisch – verlangen nach einer grundlegenden Wende in der Politik. Ich bin überzeugt, dass wir als Grüne diese Kehrtwende einleiten können. Unsere Partei hat die Vision und die Entschlossenheit, die Transformation zu schaffen, die unsere Gesellschaft so dringend braucht. Mit eurer Unterstützung möchte ich mich im Bundestag dafür einsetzen, dass wir diesen Weg entschlossen weitergehen.
Dafür bitte ich um eure Stimme und euer Vertrauen!
Eure Mayra
Über mich:
25.12.1999 in Husum geboren
2019 - 2023 Bachelor Poltikwissenschaft und Soziologie in Kiel
Seit 2023 Master Int. Poltik und Int. Recht in Kiel und Zürich
Grünes Engagement:
2017 Parteieintritt
2017 Gründung GJ Nordfriesland
2017 -2019 Sprecherin GJ Nordfriesland
2018 - 2020 OV Husum Vorstand
2019 - 2024 Landesvorstand GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein
2021 - 2024 Stellvertretende Landesvorsitzende GRÜNE SH
Seit 2021 Parteiratsmitglied und Länderratdelegierte
Seit 2024 Böll-SH Ratsmitglied
Seit 2024 Votenträgerin der GRÜNEN JUGEND Schleswig-Holstein zur Bundestagswahl
Kontakt:
Instagram @mayravriesema
Mail mayra.vriesema@gmail.com
Mobil +4915255100147
Ansonsten:
Vereinsfrau beim Frauennotruf Nordfriesland
Stipendiatin der Böll Stiftung
Halbe Niederländerin
Gerne am Reisen
Bewerbung in einfacher oder leichter Sprache
Liebe Freund*innen,
ich bin seit 2017 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Ich bin der Partei beigetreten, weil sie sich für Geflüchtete und Menschenrechte einsetzt. Seitdem kämpfe ich für eine Welt, in der alle Menschen gleichberechtigt sind.
Die letzten Monate waren schwierig. Viele Probleme sind größer geworden, wie Kriege, die Klimakrise oder der Bruch der Regierung.
Ich möchte als Vertreterin der Grünen Jugend Schleswig-Holstein die Verbindung zwischen unserer Jugendorganisation und der Partei stärken. Gemeinsam können wir viel erreichen.
Mein Ziel: Gerechtigkeit im Wohnraum
Wohnen ist ein Grundrecht. Doch viele Menschen können sich Wohnungen nicht leisten. Das ist nicht gerecht! Ich setze mich für diese Punkte ein:
- Ein Mietendeckel, damit Mieten bezahlbar bleiben.
- Mehr Sozialwohnungen – mindestens 250.000 neue Wohnungen pro Jahr.
- Weniger Spekulation mit Wohnungen. Wohnen soll für Menschen da sein, nicht für Investoren.
Wohnraum ist auch ein Thema für den Klimaschutz. Nachhaltige Bauweisen und Sanierungen helfen, CO₂ zu sparen.
Für soziale Gerechtigkeit
In Deutschland wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. Das macht viele Menschen wütend und treibt sie in die Arme von rechten Parteien wie der AfD. Das darf nicht passieren. Ich setze mich ein für:
- Eine Vermögenssteuer für Reiche.
- Faire Steuern auf große Erbschaften.
- Mehr Geld für wichtige Projekte wie Bildung, Klimaschutz und soziale Wohnungen.
Meine Heimat: die Westküste
Ich komme aus Nordfriesland, einer Region an der Westküste. Hier fehlen oft Busse, bezahlbare Wohnungen oder Angebote für junge Menschen. Viele ziehen weg, weil sie keine Perspektive sehen. Das möchte ich ändern:
- Mehr Bus- und Bahnverbindungen.
- Günstigere Wohnungen.
- Bessere Angebote für junge Leute.
Die Westküste ist wichtig, auch für die Energie- und Landwirtschaftspolitik. Wir müssen sie stärken.
Ich glaube fest daran: Wir Grünen können die Welt gerechter und nachhaltiger machen. Dafür möchte ich mich im Bundestag einsetzen.
Ich bitte euch um eure Unterstützung und eure Stimme.
Eure Mayra
Über mich
- Geboren am 25.12.1999 in Husum
- Studium der Politikwissenschaft und Soziologie (Bachelor in Kiel, Master in Kiel und Zürich)
- Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen seit 2017
- Verschiedene Ämter in der Grünen Jugend und Partei in Schleswig-Holstein
Kontakt:
- Instagram: @mayravriesema
- Mail: mayra.vriesema@gmail.com
- Telefon: +49 1525 5100147
Vielen Dank!
- Alter:
- 24
- Geburtsort:
- Husum